Auf einen Kaffee mit: Stefan Sternberg

Ausgabe 28
Sa, 10/13/2018

Der neue Landrat in SÜDWESTMECKLENBURG:

Auf einen Kaffee mit: Stefan Sternberg

Am 10. Juni diesen Jahres wurde er gewählt - heute tritt er sein neues Amt als Landrat offiziell an: In Grabow trafen wir uns mit Stefan Sternberg auf eine Tasse heißen Espresso zum Interview und sprachen mit ihm über seinen bisherigen Werdegang und seine Ziele für den Landkreis. Im Gespräch erzählte er uns auch von den Anfängen seiner politischen Laufbahn, die an einem "Runden Tisch" begann und in deren Folge er es - gemeinsam mit weiteren Mitstreiterinnen und Mitstreitern - beinahe vermocht hätte, gleich zwei Weltrekorde in Grabow aufstellen zu können. Beide Versuche scheiterten jedoch - der eine nur um ca. 10 Sekunden. Im Weiteren sprachen wir mit dem passionierten Theaterbesucher und Radsportler auch über seine Vision zu unserem Landkreis und über die Möglichkeiten, die Social Media gerade auch in Zeiten von Wahlkämpfen bietet. Wir wünschen Ihnen - wie immer - eine gute Unterhaltung!

WiFöG: Herr Sternberg, wenn dieses Interview am 13.10.2018 erscheint, werden Sie offiziell in Ihr neues Amt eingeführt. Damit beginnt für Sie ein neuer Abschnitt in Ihrem Leben. Hand auf’s Herz: Sind Sie schon ein klein wenig aufgeregt angesichts der Vielzahl an neuen Aufgaben?

Sternberg: Ja absolut. Und ehrlich gesagt auch nicht nur ein wenig. (lacht) Aber, ich bin auch nicht nur aufgeregt, wegen des neuen Amtes: Nebenbei räume ich hier mein Arbeitszimmer in Grabow. Und da stelle ich dann fest, dass es hier Vieles gibt, dass ich sehr lieb gewonnen habe. Und damit meine ich nicht bloß ein paar der persönlichen Gegenstände, die sich hier befinden. So ein Abschied, wenn er auch selbstgewollt ist, berührt mich. Insofern wäre also die beste Antwort auf Ihre Frage: Ja, ich bin aufgeregt – aber, ich bin auch noch ein wenig hin und her gerissen … (lacht herzlich)
 
WiFöG: Ihr Vorgänger Rolf Christiansen hat als Person eine prägende Rolle eingenommen. Wie viel „Christiansen“ steckt in unserem Landkreis Ludwigslust-Parchim?

Sternberg: Nun, Rolf Christiansen war beinahe 25 Jahre lang Landrat. Das ist ein Vierteljahrhundert! Wenn also ein Mensch ein Vierteljahrhundert lang eine leitende Tätigkeit innerhalb einer Verwaltungsorganisation sehr gewissenhaft und verantwortlich ausübt, dann ist es wohl selbstverständlich, dass darin eine ganze Menge von ihm steckt. Wir haben übrigens vereinbart, dass wir den Übergang gemeinsam zelebrieren werden. Darauf freue ich mich ganz besonders.

WiFöG: Wie wird das konkret vonstattengehen?

Sternberg: Rolf Christiansens Amtszeit endet offiziell am 12. Oktober um 23.59 Uhr. Um die gleiche Zeit endet mein Amt als Bürgermeister hier in Grabow. Und ab Null Uhr übernehme ich offiziell das Amt des Landrates. Wir beide haben beschlossen, diesen Abend gemeinsam zu verbringen, sodass er mich in seiner letzten Amtshandlung als Bürgermeister von Grabow verabschieden kann und ich ihn ebenfalls mit meiner ersten Amtshandlung als neuer Landrat. Und dann werde ich ab Sonnabend loslegen. (lächelt)

WiFöG: Sie sind gerade 34 Jahre jung. Dennoch haben Sie bereits sehr viele Jahre politischer Tätigkeit hinter sich. Träumten Sie schon als Kind davon, politische Verantwortung zu tragen oder wann hat sich das bei Ihnen eingestellt?

Sternberg: Also, als Kind sicherlich noch nicht. Interessant ist die Frage ja bei jedem, wann die Kindheit endet und damit die Jugend beginnt. Bei mir war das wahrscheinlich wirklich der Moment, in dem ich damit begann, politisch zu denken. Da war ich auf jeden Fall noch etwas jünger als heute. Seitdem war ich immer sehr engagiert, aber nicht mit dem Hintergedanken, irgendwann ein bestimmtes politisches Amt zu versehen. Ich begriff, dass es wichtig ist, sich einzubringen, um seinen eigenen und den Anliegen Anderer Gehör zu verschaffen.

"Ein gemeinsames generationsübergreifendes  Zusammenleben und intakte Strukturen vor Ort sind meines Erachtens nach mehr als ein guter Gegenentwurf zum Leben in einer Metropole. Wenn wir alle – die Entscheidungsträger, die Verwaltungen aber vor allem auch wir als Bürger – die Ärmel gemeinsam aufkrempeln und an einem Strang ziehen, dann wird der ländliche Raum, der unsere Region hier ja prägt, Menschen eine gute Zukunft geben."

WiFöG: Aufgewachsen sind Sie in Grabow, also hier im Landkreis. Inwieweit spielt Ihre Herkunft, als jemand, der den ländlichen Raum wie seine Westentasche kennt, eine Rolle bei Ihrem persönlichen Werdegang?

Sternberg: Ich denke, das spielt eine sehr große Rolle. Ich bin mit Leib und Seele jemand, der den ländlichen Raum als eine große Chance und nicht als Nachteil empfindet. Ein gemeinsames generationsübergreifendes  Zusammenleben und intakte Strukturen vor Ort sind meines Erachtens nach mehr als ein guter Gegenentwurf zum Leben in einer Metropole. Wenn wir alle – die Entscheidungsträger, die Verwaltungen aber vor allem auch wir als Bürger – die Ärmel gemeinsam aufkrempeln und an einem Strang ziehen, dann wird der ländliche Raum, der unsere Region hier ja prägt, Menschen eine gute Zukunft geben. Und damit meine ich nicht, dass der Kernvorteil des sogenannten ländlichen Raumes darin liegt, dass es immer und überall ausreichend Parkmöglichkeiten gibt. Das habe ich neulich in Berlin so von jemandem gehört. Und da dachte ich insgeheim: „Komm Du mir mal nach Grabow, wenn hier Markttag ist!“ (lacht herzlich)   

WiFöG: Als Jugendlicher beschlossen Sie dann, selbst politisch aktiv zu werden: in Grabow. Sie gründeten eine eigene Bewegung – eine Art Partei. Worum ging es Ihnen damals?

Sternberg: Das war tatsächlich eine Bewegung. Etwas, das aus der Generation der Jugendlichen heraus entstand und vollkommen überparteilich angesiedelt war. Stein des Anstoßes war, dass wir Jugendlichen meinten, es gäbe zu wenige Angebote für uns. Haupttreff für die junge Szene war zu jener Zeit unser Jugendclub „Blue Sun“ in der Stadt. Wiederholt gab es Beschwerden, wir seien zu laut oder wir würden Müll nicht beseitigen. Ich ganz persönlich empfand dies als eine riesige Ungerechtigkeit, da ich wusste, dass wir weder zu laut noch die Verursacher irgendwelcher Müll-Liegenschaften im Innenstadtbereich waren. Eines Tages kamen die Stadtvertreter zu uns. Also begannen wir uns zu organisieren und eine Agenda zu entwickeln, was wir denn für uns und damit auch für die Stadt wollten.

WiFöG: Und fanden Sie damals Gehör?

Sternberg: Erstaunlicherweise – ja. Übrigens in allen wesentlichen Teilen der Stadtvertretung, also fraktionsübergreifend. Und wir haben damals sehr ehrfürchtig hier die Räume betreten, um in den Dialog zu kommen. Das Ganze nannte sich „Runder Tisch“ und kam mir zu jener Zeit alles sehr bedeutsam vor. Aber das war es auch. Wir haben viel angestoßen und der damalige Bürgermeister sowie die Stadtvertreter waren auf unserer Seite. Ein ganz toller Prozess.

WiFöG: Was wurde denn konkret unternommen?

Sternberg: Nun, als erstes gründeten wir einen Jugendrat, also eine Institution von Jugendlichen für Jugendliche. Unser erstes großes Ziel war, parallel zum Stadtfest ein Kinder- und Jugendfest zu initiieren. Und zum Start beschlossen wir, einen richtigen Star-DJ – Tom Wax – zu uns nach Grabow zu holen. Dies gelang uns, auch weil uns alle Stadtvertreter und andere aus der Stadt unterstützten. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie wir ihn vom Flughafen Hamburg abholen fuhren in einem VW-Bulli, weil ja auch nur einer von uns schon 18 Jahre alt war und einen Führerschein besaß. Leider hatten wir nicht bedacht, dass so ein DJ nie allein reist, sondern noch eine gewisse Entourage bei sich hat. Jedenfalls mussten vier  von uns dann vom Flughafen mit dem zusammengekratzten Taschengeld per Bus und Bahn die Heimreise nach Grabow antreten. (lacht sehr herzlich) Das hat aber der Party und der Euphorie, die dies Ereignis auslöste, keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: Wir verspürten Aufwind und blieben sehr engagiert. Wir veranstalteten Modeschauen und Hip-Hop-Festivals. Es gab Weltrekordversuche, die leider knapp scheiterten … (lacht) Wir haben u. a. versucht, den größten Schaumkuss der Welt gemeinsam mit Grabower Küsschen herzustellen. 10 Sekunden haben damals gefehlt zum Weltrekord, weil er zu früh geplatzt ist. Der war 1,20 x 1 Meter. Dann initiierten wir die größte Umarmung der Welt. Hat aber nicht geklappt. Leider! (lacht)    

WiFöG: Es folgten Jahre in der Stadtvertretung in Grabow. Wo lagen dort zunächst Ihre Schwerpunkte?

Sternberg: Das waren eigentlich die Themen, die auch heute noch meine Agenda bilden: Jugend, Soziales, Bildung. Mit allem, was dazu gehört. Ich habe mich natürlich in sehr vielen Fragen, die letztlich auch zu meiner Agenda gehören, ausprobiert und entwickelt. Haushalt und Finanzen – das sind Schwerpunkte, die man beherrschen muss, wenn man in den Bereichen, die ich für besonders beachtenswert halte, vorankommen möchte.

WiFöG: Sie sind jemand, der es versteht, frei vorzutragen. Und der auch in Diskussionsrunden vor Publikum mit schnellen Antworten zu glänzen weiß. Gab es einmal eine Situation, in der Sie komplett den sogenannten „Faden“ verloren haben?

Sternberg: Ganz ehrlich: Nein! (lacht) Das ist mir noch nicht passiert. Und Sie können mir glauben, ich würde es zugeben, wenn es so wäre. Was mir aber einmal passiert ist, und was mir auch eine Lehre war: Ich wurde gebeten auf einer Trauerveranstaltung für jemanden Worte zu sprechen. Und während ich sprach, merkte ich, dass mich meine Gefühle zu übermannen drohten. Ich war sehr emotional in dem Moment. Ich habe also ein wenig gebraucht, um mich zu sammeln und dann ging es auch wieder. Aber sonst ist es mir nicht passiert bisher. Und ich wäre nicht allzu enttäuscht, wenn das so bliebe … (lächelt)

"Was mir persönlich aber darüber hinaus sehr wichtig ist, ist den Kurs darauf zu richten, unser regionales Profil zu schärfen. Und dafür müssen wir es kennen. Unser Landkreis ist sehr groß – und wir sollten ihn gut und noch besser kennen."

WiFöG: Wenn Sie auf Ihre neue Aufgabe blicken, welche Schwerpunkte werden Sie setzen und wo sehen Sie selbst den drängendsten Handlungsbedarf?

Sternberg: Zunächst einmal: Ich bin angetreten, um die grundsätzlich sehr positive Entwicklung, die wir in den letzten Jahren in sehr vielen Bereichen hatten, fortzusetzen. Was mir persönlich aber darüber hinaus sehr wichtig ist, ist den Kurs darauf zu richten, unser regionales Profil zu schärfen. Und dafür müssen wir es kennen. Unser Landkreis ist sehr groß – und wir sollten ihn gut und noch besser kennen. Ich habe das im zurückliegenden Wahlkampf erlebt und jetzt gerade aktuell auch bei meinem Sohn. Der hatte Schul-Abschlussfahrt und da ging es – so soll es ja auch sein – weiter weg. Dabei wurde sehr viel angeschaut und besucht. Das finde ich klasse. Aber wenn ich mit ihm über unseren Landkreis und Gegenden, die ein wenig weiter weg von Grabow liegen, spreche, erlebe ich, dass er manches nicht kennt. Und ich glaube, dass es uns allen hier sehr gut tut, wenn wir diese Lücken schließen und uns stärker damit auseinandersetzen, was wir alles haben, was alles zu uns gehört und welchen Stellenwert das für uns hat. Und dann können wir in einem weiteren Schritt die nächsten Dimensionen erreichen.

WiFöG: Als Bürgermeister in Grabow verfügen Sie über die notwendige Erfahrung im Verwaltungsbereich. Wieviel Zeit wird es Ihrer Meinung nach brauchen, um sich ein umfassendes Bild über die immerhin nicht ganz kleine Verwaltung unseres Landkreises zu machen? Oder konnten Sie bereits ausreichend Einblicke gewinnen?

Sternberg: Es ist richtig, was Sie sagen: Neben der Funktion als Bürgermeister habe ich als Leitender Verwaltungsbeamter die Verwaltung von Grabow und den zugehörigen Umlandgemeinden geleitet. Daher verstehe ich etwas davon, im Verwaltungsbereich zu führen. Unsere Landkreisverwaltung ist aber natürlich – und mal ganz norddeutsch gesagt – ein ganz anderer „Schnack“. Wir haben über 1.200 Beschäftigte. Es wird also durchaus ein klein wenig dauern, bis ich wirklich jeden einzelnen kennen gelernt habe. Andererseits ist es aber auch so, dass ich durch meine jahrelange Tätigkeit selbstverständlich auch schon den einen oder anderen aus der Kreisverwaltung kenne.

WiFöG: Unsere Region Südwestmecklenburg gilt als ein sehr attraktiver Standort gerade auch für Unternehmen. Welche Ziele verfolgen Sie hier für unseren Landkreis?

Sternberg: Ich bin davon überzeugt, dass es wichtig und richtig ist, unseren Landkreis kontinuierlich weiterhin als Standort für mittlere und größere Investoren attraktiv zu gestalten und darüber hinaus auch die Unterstützung für bestehende Unternehmen nicht zu vergessen. Auch sollten wir nicht aus dem Blick verlieren, dass es dazu noch etwas Weiteres geben muss: das echte Leben in den Gemeinden. Damit meine ich, dass wir gut daran tun werden, unsere Gemeinden faktisch aufzuwerten, indem wir die Kerne mit einer eigenen Infrastruktur hegen und pflegen. Ein traditioneller Metzger oder Fleischer, Cafés und Geschäfte aller Art in der Innenstadt erhöhen das Lebensgefühl gerade auch im ländlichen Raum erheblich. Fragen Sie mal einen Bayern oder Schwaben, ob der sich ein Leben in der Kleinstadt ohne Fleischer vorzustellen vermag. Diese Attraktivität, die aus sich selbst heraus kommt, sollten wir aufwerten. Dann kommen Menschen von außerhalb sehr gern zu uns – davon bin ich überzeugt.

WiFöG: Die Wirtschaftsförderung hat kürzlich eine größer angelegte Standortkampagne gestartet. Wie beurteilen Sie den Ansatz, den Landkreis auch über die Grenzen hinaus stärker in den Fokus bei Investoren zu rücken?

Sternberg: Das, was ich bereits gesehen habe über soziale Medien gefällt mir persönlich sehr. Und ich glaube darüber hinaus auch, dass es den Nerv der Zielgruppen treffen wird. Daher mag ich diese Kampagne. Aber auch darüber hinaus empfinde ich die Arbeit der WiFöG auf Facebook als überausgelungen – besonders die Weekender haben es mir angetan. Sie sind sehr spannend und zeigen die Vielfalt, die Perspektiven und die Stärken unseres Landkreises sehr schön auf. 

WiFöG: Sie sprachen gerade Facebook an: Ein Großteil der Kampagne wird über die sozialen Medien ausgespielt – ein Umfeld, das Sie selbst sehr gut kennen. Wieviel Zeit verbringen Sie bei Facebook und Instagram im Durchschnitt?

Sternberg: Phasenweise zuviel (lacht sehr herzlich). Instagram ist ein sehr interessantes Werkzeug – auch um Botschaften durch Bilder zu transportieren. Ich habe Instagram während des Landratswahlkampfes kennen und schätzen gelernt. Auf Facebook bin ich schon ein wenig länger aktiv – privat und eben auch in meiner Zeit als Landratskandidat. Aber es ist bei mir persönlich so, dass es Zeiten gibt, in denen ich sehr aktiv in den Sozialen Medien unterwegs bin – und eben auch die Zeiten, in denen ich mich dort ein wenig rarer mache. Zuletzt war so eine Phase, in der ich nicht ganz so aktiv gewesen bin, aber das wird jetzt wieder etwas mehr.

WiFöG: Gibt es aktuelle Trends, die Sie selbst spannend finden auf Facebook?

Sternberg: Ich fand es doch sehr spannend, wie sehr sich Facebook und auch Instagram in einen Wahlkampf integrieren ließen. Ich war zwar zuvor schon davon überzeugt, dass Soziale Medien für Botschaften aller Art geeignet sind, jedoch hat es mich erstaunt, wie groß und unmittelbar das Feedback gerade über Facebook war. Wenn irgendwo eine Veranstaltung gewesen ist und ich das hinterher als Posting eingestellt habe, gab es zumeist sofort Reaktionen und Feedback von Menschen, die selbst auch vor Ort waren. Das sehe ich als einen gewissen Trend gerade für diejenigen unter uns, die politische Arbeit verrichten – ganz gleich ob im kommunalen Rahmen oder auf der sogenannten „großen Bühne“.

WiFöG: Sie gelten als Theater-Liebhaber und als Freund des Sports. Außerdem haben Sie eine Familie. Dazu Politik und nun das neue Amt als Landrat. Denken Sie da nicht manchmal: Wie bekomme ich das alles bloß unter einen Hut?

Sternberg: Stellen Sie mir diese Frage am allerbesten noch einmal in einem halben Jahr! (lacht sehr herzlich) Aber mal im Ernst: Es ist in der Tat ein sehr großer Spagat, gerade auch die Zeit des Wahlkampfes. In solchen Zeiten ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die einem den Rücken freihalten und die es aushalten, auch mal hintenan zu stehen. Meine Frau und auch die Kinder waren für mich dieser jemand im letzten halben Jahr. Wie es nun wird? Schauen wir mal. (lächelt)

WiFöG: Und wie oft schaffen Sie es ins Theater pro Spielzeit?

Sternberg: Das kann ich gar nicht so ganz genau sagen. Das hängt auch vom Spielplan ab. Ich bin nicht so gestrickt, dass ich mir da Pflichttermine lege. Theater ist eine Leidenschaft – und so soll das auch bleiben.

WiFöG: Ihr Engagement für den Kreissportbund pflegen Sie seit Jahren. Welche Sportarten haben es Ihnen am meisten angetan?  

Sternberg: Ich mag es sehr, Rad zu fahren. Dabei kann ich gut abschalten, Dinge verarbeiten und Lösungen finden. Manchmal kommt es vor, dass ich losfahre und plötzlich am Ziel bin, ohne so richtig mitbekommen zu haben, dass dazwischen eine gewisse Wegstrecke lag. (lacht) Das ist ja eigentlich auch ganz praktisch so.

WiFöG: Gibt es auch einen Teamsport, den Sie gerne ausüben?

Sternberg: In der Tat: Ich fahre sehr gern Drachenboot. Allerdings deutlich zu selten. Aber gerade beim Drachenboot fällt mir immer wieder auf, wie wichtig es ist, wenn alle an Bord aufeinander abgestimmt funktionieren und miteinander arbeiten. Eine schöne Parallele zu meinem Beruf und auch zur politischen Arbeit insgesamt wie ich finde … (lacht)

WiFöG: So, Herr Sternberg, jetzt sind wir auch schon bei der letzten Frage angelangt. Unser Landkreis ist der zweitgrößte in Deutschland. Gibt es einen Geheimtipp, den Sie unseren Lesern empfehlen würden, als idealen Ort, um die Seele baumeln zu lassen.

Sternberg: Ja und nein – also gewissermaßen „jein“. (lacht) Es gibt sogar sehr viele solcher Orte, obwohl ich mir sicher bin, dass ich noch nicht einmal ansatzweise alle kenne. Eine Empfehlung möchte ich aber nicht aussprechen, weil es dann ja einerseits gar kein Geheimtipp mehr wäre und weil ich es sehr viel wichtiger und auch spannender finde, dass jede und jeder aus unserem Landkreis seine eigenen Orte entdeckt, an denen sie oder er die Seele baumeln lässt. Es gibt so viel Schönes bei uns, dass es sich wirklich lohnt, selbst danach zu suchen.

WiFöG: Das ist ein sehr schönes Schlusswort - Herr Sternberg, wir danken Ihnen sehr für dieses Gespräch und wünschen Ihnen ganz viel Erfolg im neuen Amt.

 

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Marc Brendemühl
Projektmanager Kommunikation und Marketing
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