Rober Balmer – Sanitätshaus-Newcomer des Jahres 2018

Ausgabe 34
Sa, 01/19/2019

Jung, mutig und ausgezeichnet innovativ:

Rober Balmer – Sanitätshaus-Newcomer des Jahres 2018

Rober Balmer eröffnete 2014 sein erstes Sanitätshaus. Vorausgegangen war eine sehr gründliche Recherche und Analyse, denn Balmer wollte Vieles anders machen, als der Großteil des Wettbewerbs. Alles sollte moderner und innovativer sein und vor allem schneller von der Hand gehen. Seine Mitarbeiter des Vertrauens rekrutierte der in Eldena aufgewachsene Balmer zunächst ausschließlich im Freundes- und Bekanntenkreis. Von Anfang an im Fokus:  Die Top-Adresse für Sanitätshausbedarf im Nordosten zu werden. Im September letzten Jahres wurden der Ehrgeiz und die hervorragende Arbeit nun erstmalig gewürdigt: Das Sanitätshaus Ludwigslust erhielt die Auszeichnung „Newcomer des Jahres“ aller deutschen Sanitätshäuser in Düsseldorf übergeben. Sitz des Unternehmens: Ludwigslust im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Nicht wenige stolpern über seinen Vornamen „Rober“. Das fehlende „t“ am Ende schafft Aufmerksamkeit, sorgt sehr häufig für Rückfragen und steigert das Interesse an Rober Balmer. Seine Mutter habe schon frühzeitig eine Vorliebe für französische Literatur besessen, sagt Balmer. So kam es schließlich zu der Abwandlung des sonst klassischen Vornamens „Robert“. Für ihn selbst sei das kein Problem, wie er versichert – aber nicht selten komme es vor, dass ihn E-Mails erreichten, in denen er schlicht mit „Robert“ angesprochen werde.

Im September letzten Jahres, dem vielleicht bislang wichtigsten Moment seiner Karriere, wurde sein Vorname richtig ausgesprochen. Balmer war mit seinem Konzept eines modernen und innovativen Sanitätshauses nominiert für den Leonardo-Award – eine deutschlandweite, branchenspezifische Auszeichnung, die durch ein Jury-Voting aus Vertretern der Industrie vergeben wird. Sein auf stetes Wachstum hin ausgelegtes Konzept, das seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2014 konsequent Anwendung findet, wurde entsprechend belohnt: Rober Balmer erhielt den Preis als „Newcomer des Jahres 2018“. Eine ganze Weile lang konnte er selbst es nicht glauben: „Natürlich habe ich mir vorher Gedanken darüber gemacht, wie es sich anfühlen würde, wenn man plötzlich auf die Bühne gebeten wird“, sagt Balmer. Es dann aber tatsächlich zu erleben, sei noch einmal etwas ganz anderes. „Ich bin niemand, der sich grundsätzlich vor so etwas fürchtet, aber ein wenig haben die Knie schon gewackelt“, gesteht der in Eldena aufgewachsene Betriebswirt im Gesundheitswesen.

Nach dem Erfolg ist vor dem Erfolg: Zielstrebigkeit als Erfolgsfaktor

Doch was macht man, wenn man nach nur vier Jahren Selbstständigkeit, bereits deutschlandweit der „Newcomer des Jahres“ ist? Setzt man dann weiterhin auf Kontinuität? Oder bewegt man etwas an den Stellschrauben? „Zunächst mal haben wir das sehr ordentlich gefeiert – ich finde, das gehört sich auch so“, sagt Balmer. Am selben Abend noch in Düsseldorf und dann später auch zuhause mit Freunden und Familie bzw. den Mitarbeitern. „Dann habe ich mich natürlich gefragt, was es noch zu verbessern gibt.“ Ist es Perfektion, die den Enddreißiger antreibt? Vielleicht nicht ganz – aber es hat schon mit der Zielstrebigkeit zu tun, Größeres zu erreichen.

Nach seiner Schulzeit heuerte Balmer bei der Bundeswehr an. Dort ließ er sich zum Rettungsassistent und Krankenpfleger ausbilden und dort fand er auch sein Interesse an Themen wie Pflege und Heilung. „Es gab davor keine Ereignisse in meinem Leben, aufgrund derer ich heute sagen würde: Das war es – das hat mich dazu gebracht, ein Sanitätshaus zu gründen“, erzählt Balmer. Überhaupt: Sanitätshäuser. Ein Großteil der Menschen hofft mit Sicherheit, nie Kunde werden zu müssen. Dennoch ist es kaum möglich, ein längeres Leben zu führen, ohne zumindest einmal im Leben Artikel zu benötigen, die es eben in einem Sanitätshaus gibt. Der Markt für Sanitätsbedarf ist seit langem ein immens großer. Tendenz weiter steigend. Und Balmer machte während seiner Zeit bei der Bundeswehr die Erfahrung, dass die meisten Prozesse, in denen Sanitätshäuser hinzugezogen werden, lange dauern. „Viele Unternehmen haben nur kleinere Lagerbestände bzw. Werkstätten zur Verfügung. Und nicht alle reagieren zeitnah, weil es für die meisten eben okay ist, wenn es bis zu drei Wochen dauert, bis ein Rollstuhl fachgerecht angepasst zur Verfügung gestellt wird. Nicht okay ist das aber für Patienten – also die Menschen, die auf ein solches Hilfsmittel angewiesen sind.“ Balmer sieht den Bedarf und schätzt, wie hoch das unternehmerische Risiko für ihn liegen würde. Er sieht Chancen. Parallel dazu fällt ihm auf, dass nur die allerwenigsten Sanitätshäuser darauf achten, selbst eine Marke darzustellen: „Schon seit einiger Zeit erleben wir es bei Arztpraxen und Kliniken, dass bewusst Markenbildung stattfindet. Die starke Marke stützt das Angebot und vermittelt einen emotionalen Mehrwert. Ich dachte mir, das wird bei einem Sanitätshaus auch funktionieren.“

Aus- und Weiterbildung: Mit Wissen zum Erfolg

Gesagt, getan. Mit dem Ende der Bundeswehrzeit weiß Rober Balmer wohin es ihn ziehen wird. Auch der Standort steht fest: Seine Frau ist Ludwigslusterin und überzeugt ihn, der an der Ostseeküste geboren wurde und der dann in Eldena auf dem Lande aufwuchs, schließlich davon, zurückzukehren in die Heimat. Nach Ludwigslust. Balmer selbst hätte es auch in Hamburg gewagt, ein Sanitätshaus zu eröffnen. Aber spätestens mit der Entscheidung, neben dem Unternehmen auch eine Familie zu gründen, ist auch für ihn klar: So gut wie hier kann er es anderswo nicht treffen. Zunächst absolviert er den Fachwirt im Gesundheitswesen und Sozialwesen als kaufmännische Grundlage. Hinzu kamen noch der Reha-Fachberater, Pflegeberater und Medizinprodukteberater. Und schließlich besucht er noch einige wichtige Fortbildungen und Seminare. Mit den allermeisten der für ihn relevanten Produkte kennt er sich sowieso bestens aus.

2014 ist es dann soweit: Die Eröffnung steht an. Das erste Ladengeschäft ist noch vergleichsweise klein. Aber schon bald wächst das Unternehmen um einen weiteren Standort: Eine überdurchschnittlich große Werkstatt und ein ebenso großes Lager kommen dazu. Er macht Freunde und Bekannte zu seinen Mitarbeitern. Ein eigenwilliger und nicht ganz üblicher Entschluss, der sich auszahlt, weil er eben zahlreiche Freunde hat, die wie er aus dem Bereich Rettung, Heilung und Pflege kommen. Sein Ziel von Anfang an: Die Prozesse und Abläufe schnell und sicher machen. Balmer: „Wir sind mit unseren Möglichkeiten jederzeit in der Lage, einen Patienten, der z. B. einen Rollstuhl braucht, innerhalb von 24 Stunden zu bedienen – individuell angepasst." Dazu gibt es bei ihm eine 24-Stunden-Hotline, unter der man rund um die Uhr Hilfestellung und Beratung bekommt. Die gilt aber in erster Linie für die Kliniken und Arztpraxen, die ihn immer weiter zunehmend beauftragen. Das Geschäft wächst weiter und es folgt der Umzug in das prestigeträchtigere Lindencenter. Im Jahr 2015 findet Balmer dann den für ihn idealen Geschäftspartner in dem Orthopädietechnikermeister Oliver Engel. Mit ihm schließen sich wichtige Lücken. Und gemeinsam werden weitere Wachstumsstrategien entwickelt. Ende Januar 2019 eröffnet eine Filiale in Crivitz. Balmer: „Unsere Geschwindigkeit und unser vergleichsweise sehr großes Angebot sprechen für uns. Auch wenn die Distanz, die unsere Kunden mittlerweile zurücklegen, um zu uns zu kommen, eine Größere ist. Hier verdanken wir einen Teil unseres Erfolges auch den digitalen und sozialen Medien.“ Balmer und Engel sind aktiv – u. a. auf Facebook. Hauptsächlich geschäftlich und weniger privat. Eine Entscheidung, die zum Markenversprechen des Sanitätshaus-Konzeptes passt. „Auch das war eines der Kriterien, die zu der Auszeichnung für uns geführt hat“, ist sich Rober Balmer sicher: „unsere Strategie hat unseren Erfolg befeuert – mehr „Sexappeal“ für Sanitäthäuser allgemein bringt das vielleicht aber noch nicht.“

Aber vielleicht gelingt Rober Balmer eines Tages ja auch das noch. 

Steckbrief

  • Sanitätshaus-Gründung 2014
  • Standort-Umzug ins Lindencenter 2017
  • Team: 6 Personen
  • 24-Stunden-Hotline
Sanitätshaus Ludwigslust UG // Am Marstall 1 // 19288 Ludwigslust
Telefon: 03874/ 620 88 80 // Fax: 03874/ 620 88 81 // E-Mail: info@sanitaetshaus-ludwigslust.de // Web: www.sanitaetshaus-ludwigslust.de

 

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Marc Brendemühl
Projektmanager Kommunikation und Marketing
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